Meine Haare haben mich einfach nur noch frustriert. Gerade gekämmt und schon waren die Spitzen wieder verfusselt. Kaputte Spitzen, Spliss und Haarbuch – welche Blondine kennt das nicht? Seit Dezember 2015 vertraue ich meiner lieben Teresa meine Haare an und sie ist eine Künstlerin in dem was sie tut. Spezialisiert auf Farbe zaubert sie wahre Kunstwerke und erfüllt Kundenwünsche im Handumdrehen. Klar, wer mega hell werden will, muss Geduld haben. Sowas funktioniert nicht von jetzt auf gleich.

Ich zeige euch mal ein Bild als ich das erste Mal bei Teresa war. Damals hatte ich eher einen warmen Blondton und noch Reste vom Dunkelbraun in den Längen. Das Wort Reste ist wohl eher etwas untertrieben. Durch die damaligen Stufen und verschiedenen Farben sahen meine Haare zum Schluss nur noch abgebrochen und abgegrast aus.

Teresa und ich sprachen über meine und ihre Vorstellungen. Wie oft war ich vorher beim Friseur und habe gefragt, was mir stehen könnte und jedes mal kam irgendeine Antwort die meine Frage nie beantwortet hat. Reza war die Erste, die konkret sagte, dass ich durch und durch Blondine bin, wir aber mit der Balayage Technik arbeiten, weil ich sonst zu sehr nach Barbie aussehe. Das Blond soll auch kühler werden um es mehr an meinen Typ anzupassen. Und zack – da war er der Plan.

Doch was ist Balayage?

Balayage – Contouring für das Haar. Das Wort kommt vom französischen Wort “balayer”, was so viel heißt wie fegen. Es ist eine andere Technik um Strähnen ins Haar zu zaubern. Normalerweise kriegt man endlos viele Folien auf den Kopf gesetzt und hat das Gefühl man trägt eine Bananenstaude auf dem Kopf. Bei der Balayage Technik werden beliebige Strähnen  in die Hand genommen und mit der Farbe in einer Fegebewegung eingestrichen. Die Farbe kommt meist nur in die Längen, soll einzelne Highlights setzen und einen weichen Verlauf zaubern. Der Ansatz bleibt unberührt und verleiht Blondinen so einen sonnengeküssten Look. Das funktioniert natürlich auch mit andern Farben.


Hier ein Bild vom ersten Besuch bei Reza. Das Braun in den Längen ist viel viel heller geworden und das Blond schon viel kühler. Meinen Ansatz färben wir etwas dunkler als meine Naturhaarfarbe.

Alle 6-8 Wochen bin ich danach zu Teresa gegangen und wir haben immer die gleiche Prozedur mit meinen Haaren vollführt. Olaplex spielt bei dem ganzen Prozess auch eine Rolle, aber das ist ein anderes Thema. Klar sind meine Haare durch das blondieren sehr strapaziert worden und ich musste mit viel Pflege arbeiten um sie wieder mit Feuchtigkeit zu versorgen. Im Sommer 2016 hat sie mir ein sommerliches Blond gezaubert. Immer noch kühl aber etwas frischer.

Beim nächsten Besuch haben meine Haare keine Lust mehr gehabt. Sie sind beim nächsten Waschen zu Hause abgebrochen und waren sehr angegriffen. Ok, dann sollten sie jetzt Ruhe kriegen und wir haben 6 Monate nicht blondiert, sondern nur das Braun am Ansatz aufgefrischt. Sie haben sich sehr erholt und zusätzlich durch eine bestimme Pflegeserie an Kraft gewonnen. Von der erzähle ich euch auch bald – KLICK HIER.

Dennoch, was kaputt ist, ist kaputt.

Ständig zerzausten die Spitzen und es war nur noch ein Haufen kaputter Längen auf meinem Kopf. Nachts wusste ich nicht mehr, wie ich sie zusammenbinden sollte, weil sie so lang geworden sind. Also hab ich Teresa angerufen und einen neuen Termin vereinbart – ab mit den Haaren, ich habe keine Lust mehr.

Natürlich war Teresa happy darüber, denn welcher Friseur freut sich nicht, mehr als nur Spitzen abschneiden zu dürfen. Also hab ich ihr in unserer kleinen Besprechung gezeigt wie viel mindestens abgeschnitten werden kann. Gesagte, getan. Zum Schluss stylte sie meine Haare und wir beschlossen das noch 2 cm ab können.

Keine Frage, sie sind immer noch lang, aber viel gesünder und fülliger als zuvor. Wachsen tun sie eh wieder und ich bin sehr zufrieden mit der Länge.

Habt ihr euch auch schonmal zu mehr als nur Spitzen schneiden entschieden oder für eine radikale Farbveränderung?